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"Unser Weg durch das Tor ins ehemalige Lager war irgendwie bedrückend…“

Im Dezember 2015 besuchten alle 10. Klassen die KZ-Gedenkstätte Dachau. Dort angekommen, betraten wir mit der uns zugeteilten Rundgangsleiterin durch das „berühmte“ Tor mit dem Schriftzug „Arbeit macht frei“ die Gedenkstätte.

Eingang zum Jourhaus

Eingang durch das Jourhaus

Wir hatten irgendwie ein bedrückendes Gefühl, als wir durch das Tor hindurchgingen. Dann standen wir auf dem riesigen, ehemaligen Appellplatz und betraten anschließend das Hauptgebäude. Dort mussten sich die Gefangenen ausziehen, duschen und danach wurden ihnen die Haare abrasiert. Somit nahm man ihnen alles weg. Sogar ihre Namen wurden durch eine Nummer ersetzt. Die Häftlinge gaben bei der Einlieferung in Dachau ihre Persönlichkeit ab. Nach dieser Prozedur brachte man die Männer in Baracken unter.

Dort lebten sie unter menschenunwürdigsten Bedingungen. Eine Baracke war ursprünglich für die Unterbringung von 200 Menschen geplant. In den letzten Monaten vor der Befreiung des Lagers durch amerikanische GIs lebten zum Teil bis zu 1.700 Häftlinge in einer Baracke. Wir erhielten während der Führung die Gelegenheit, Nachbauten der Baracken zu besichtigen. Allein die Vorstellung, dass so eine große Anzahl von Menschen auf so engem Raum zusammengepfercht wurden, fanden wir sehr erdrückend.

Ursprünglich sollten im Konzentrationslager Dachau rund 5.000 Männer inhaftiert werden. Am Ende befreiten die Amerikaner im April 1945 über 32.000 Gefangene. Aber wer wurde überhaupt in diesem Lager eingesperrt? Es waren hauptsächlich politische Gefangene wie Kommunisten, Mitglieder der SPD sowie viele Kommunalpolitiker, die sich den Nazis in ihren Gemeinden mutig widersetzten. Aber auch viele Juden, Sinti und Roma sowie Homosexuelle waren in Dachau inhaftiert. Schockierend fanden wir, wie respektlos mit den Toten des Konzentrationslagers umgegangen wurde. Wenn man heute die langen, von Pappeln gesäumten Reihen der ehemaligen Baracken abschreitet, gelangt man zu zwei Krematorien. Hier wurden die Leichen des KZs fast rund um die Uhr verbrannt. In den letzten Monaten starben so viele Menschen in dem überfüllten Lager, dass selbst die Krematorien nicht ausreichten, die Toten zu „beseitigen“. Die Amerikaner stießen daher bei ihrer Befreiung auf Leichenberge. 30 namenhafte Dachauer wurden später gezwungen, sich diese anzusehen. Sie waren entsetzt.

Am Ende der Führung besichtigten wir einige Kunstwerke, in denen man später versuchte, das Leiden der Häftlinge darzustellen und den Opfern ein Denkmal zu setzen.

Häftlinge flüchten

Häftlinge flüchten sich in den Zaun

Der Besuch der KZ-Gedenkstätte war für uns sehr informativ und wir haben dadurch verstanden, was es heißt, in dieser Zeit ein KZ-Häftling gewesen zu sein.

Valerie Fischhaber und Pauline Klimmer, Klasse 10e

 

Gänsekiel statt Kugelschreiber (7. Jahrgangsstufe)


 

Mit Füller und Kugelschreiber kann jeder Schüler schreiben. Aber wie fühlt es sich an, mit einer echten Gänsefeder zu schreiben? Funktioniert das wirklich? 

Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen haben es ausprobiert. Tatsächlich muss sich die Hand langsam an das ungewohnte Schreibgerät gewöhnen. Auch das dosierte Eintunken in das Tintenfass will geübt sein. Sonst gibt’s Tintenkleckse und man muss wieder ganz von vorne anfangen. Also ist höchste Konzentration angesagt. Die Schreibversuche der Schüler waren bei Mädchen und Jungs gleichermaßen beachtlich. Übrigens, auch die Tinte haben die Kinder selbst hergestellt – aus Bananenschalen!

Am Ende stand die Erkenntnis, dass das Schreiben im 21. Jahrhundert wesentlich komfortabler ist.

 

 

 

 

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